Krisenvorsorge für die Finanzkrise
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Geschrieben von: Mr Krisenvorsorge   
Samstag, den 10. Oktober 2009 um 14:42 Uhr

Die Wirtschafts- und Finanzkrise macht eine persönliche Krisenvorsorge notwendig.

Die letzten Jahre und Monate waren wirklich mit Hiobsbotschaften aus der Finanzwelt gespickt. Kaum ein Tag, an dem nicht neue Hinweise auf den unaufhaltsamen Fortschritt hinein in die Finanzkrise erkennbar werden. Dabei sind diese Hinweise auf den ersten Blick gar nicht einmal so einfach erkennbar. Die Massenmedien, die Regierungen und auch die großen Banken verhindern ein klares Bild der aktuellen Wirtschaftslage. Deren Ziel ist es der Bevölkerung eine sich wieder erholende Weltwirtschaft vorzuspielen. Zwischendurch auftretende Ereignisse wie der Beinahe-Staatsbankrott Griechenlands und der Kreditausfall in Dubai, werden gekonnt ignoriert. Dabei sind dies die Zeichen, die uns alle stutzig machen sollten.  Was hat sich denn seit der Lehmann Pleite, dem bisherigen Höhepunkt der Finanzkrise gebessert? Die Finanzkrise ist durch zu hohe Schulden entstanden und wird momentan durch noch mehr Schulden bekämpft. Die zu schwachen Regeln für die Banken wurden in Folge der Krise noch weiter gelockert. Heute dürfen Positionen in den Bilanzen nach eigenem Ermessen bewertet werden, was dazu führt, dass eigentlich wertlose gewordene Immobilienpapiere zum Kaufpreis aufgeführt werden. Dieses Vorgehen wäre bis vor 2 Jahren noch absoluter Bilanzbetrug gewesen. Allein dadurch können die Banken ihre leichten Gewinne veröffentlichen. Die finanzielle Situation hat sich nicht gebessert, sondern leider eher verschlechtert. In den kommenden Monaten müssen diese wertlosen Finanzderivate abgeschrieben (d.h. in der Bilanz berichtigt) werden. Bisher ist leider nur ein geringer Teil der Kreditausfälle richtig verbucht wurden. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Welle der Finanzkrise über uns rollt.


Sensible Finanzwelt mit hoher Crashwahrscheinlichkeit


Wie schnell und sensibel die Finanzwelt auf kleinste negative Signale reagiert, haben wir bei den Kreditschwierigkeiten Dubais im November 2009 gesehen. Ein vergleichbar lächerlicher Finanzbetrag konnte nicht pünktlich zurückgezahlt werden und die Börsen weltweit meldeten mehrere Tage Kursverluste. Was soll denn dann passieren, wenn wieder eine große Bank pleite geht und mehrere hundert Milliarden in die Tiefe zieht? Sofort wäre die Finanzkrise zurück. Die Wahrscheinlichkeit für ein solches Krisenszenario ist enorm hoch. Es ist nicht mehr die Frage, ob die nächste Welle der Finanzkrise kommt, sondern wann.  Leider werden die Staaten und auch der IWF dann kein Geld mehr für Rettungspakete haben. Die Bevölkerungen würden auch die Verwendung von Steuergeldern nicht mehr tatenlos hinnehmen.


Mehrere Krisenursachen oder mögliche Krisenszenarien

Dabei muss nicht einmal eine Bank der Auslöser der nächsten Finanzkrise Welle sein. Verschiedene Staaten sind mittlerweile so hoch verschuldet, dass sie kaum die Zinsen für die Staatsschulden bezahlen können. Sollten die Ausgaben dieser Länder weiter steigen, was allein durch eine Neubewertung durch eine Rating Agentur passieren kann (schlechteres Rating führt zu höheren Zinsen), wird es zu Staatsbankrotten kommen. Die Staatsbediensteten werden dann kein Geld mehr erhalten. Demonstrationen, Generalstreiks und gewaltsame Auseinandersetzungen sind dann die Folgen. Dies kann in den Grundzügen schon in Irland, Island und Griechenland beobachtet werden. So ein Staatsbankrott geht meistens mit der Abwertung der Landeswährung einher. Inflationäre Zustände entwerten die Staatsschulden (der einzige Ausweg für die Regierungen), aber auch das Vermögen der Bevölkerung. Die Folgen für eine Gemeinschaftswährung wie den Euro wären ebenfall ein Wertverfall oder das Auseinanderbrechen des Währungssystems.

Kreditkartenblase

Ein weiterer Auslöser eines Finanzcrashs könnte der massive Ausfall von Kreditkartenverbindlichkeiten in den USA sein. Ein Großteil der Bevölkerung hat mehrere Monatseinkommen als Schulden auf den Kreditkarten angehäuft. Sollte es weiter zu massivem Jobabbau in den Vereingten Staaten kommen, ist dies eine ernsthafte Gefahr für die Finanzwelt. Es geht um mehrere Billionen US-Dollar.

Pleite von Versicherungskonzernen

Viele Banken haben ihre riskanten Spekulationen durch Versicherungen entschärft. Das bedeutet sie haben eine Versicherung auf den Verlust dieser Spekulationsobjekte abgeschlossen. Bei sogenannten Rückversicherern war so etwas Gang und Gebe. Sollten die ersten Banken anfangen ihre Ausfälle bei den Versicherungsgesellschaften geltend zu machen, würde dies einige Pleiten auslösen. Ein Dominoeffekt durch gegenseitige Absicherung ist dann sehr wahrscheinlich. In unserem weltweit stark vernetzen Wirtschaftssystem treten solche Effekte kaum isoliert auf. Die Kombination mehrerer Krisenursachen ist also die besonders gefährliche Realität, mit der wir rechnen müssen.

Staatsbankrott

In Europa richten sich die Augen hauptsächlich auf die südlichen Länder, von denen einige vollkommen überschuldet sind. Griechenland, Spanien, Italien und Portugal können ihre Schulden kaum noch auf dem Finanzmarkt refinanzieren. Ratingagenturen könnten beginnen diese Länder abzuwerten, was einen Anstieg der Zinsen zur Folge hat. Da in der Eurozone alle Länder in einem finanziellen Boot sitzen, müssen finanziell stärkere Länder wie Deutschland dann zur Rettung einspringen. Dabei sieht es auch in Deutschland nicht rosig aus. Die Schulden des vermeindlich reichsten EU-Landes sind auch nicht mehr rückzahlbar. Es werden also beginnend im Süden Europs die ersten Länder einen Staatsbankrott hinlegen, der dann immer weitere Länder mit in den Schuldenstrudel ziehen wird. Am Ende zerfällt die Währungsunion. Finanzielle Krisenvorsorge schützt Sie vor solchen Szenarien.

Die Folgen eines Crashs

Die Folgen eines solchen Finanzcrash können kaum realistisch vorhergesagt werden. Das Verhalten von Menschen in solchen Krisensituationen ist aber immer gleich. Alle werden in die Bankfilialen rennen, um ihr Geld abzuheben. Danach werden alle versuchen so viel Lebensmittel, Tauschmittel und Verbrauchsstoffe (Benzin, Öl etc) zu ergattern, wie sie bekommen können. In der Finanzwelt werden alle Investitionen aus dem Papiergeld (Aktien, Fonds, Versicherungen usw.) abgezogen und in sichere Güter wie Gold und Silber investiert. Diese Edelmetalle steigen daher enorm im Wert, werden aber kaum wirklich physisch für alle Menschen ausreichen. Die Banken werden versuchen ihre Gold und Silberanleihen zu verkaufen, die aber bei genauer Betrachtung auch oft nur ein Versprechen sind. Ein Kilogramm Silber wird dann 10 Käufern versprochen. Sollte einer dieser Käufer eine wirkliche Auslieferung wollen, platzt dieses System auch schnell. Die Versorgung der Supermärkte mit Waren und Lebensmitteln wird zusammenbrechen, Die Banken schließen für mehrere Tage alle Filialen. Das Onlinebanking wird durch Überlastung zusammenbrechen oder einfach abgeschaltet. Es machen sich sehr schnell Unsicherheit, Angst und Misstrauen breit. Die Menschen gehen auf die Straßen um ihren Unmut kund zu tun.


5 Punkte Plan zur Krisenvorsorge in allen wichtigen Lebensbereichen


Staaten, Finanzjongleure und viele unwissende Mitläufer haben uns alle an den Rand einer Krise gebracht. Die bisherigen Ereignisse sind, wie oben geschildert, nur der Anfang dieser Krise. Wie Sie sich persönlich auf die Krise vorbereiten können, erfahren Sie in einem 5 Punkte Plan zur Krisenvorsorge. Uns geht es mit diesen Maßnahmen nicht darum Weltuntergangsstimmung oder Katastrophenangst zu verbreiten. Die Krisenvorsorge soll Ihnen nur helfen, die richtigen Entscheidungen vor der Krise zu treffen. Hinterher ist es zu spät und Sie würden wahrscheinlich zu den vielen Krisenverlierern gehören.

Der 5 Punkte Krisenvorsorge - Plan beeinhaltet die folgenden Maßnahmen:


1. Wissen aneignen, das in der Krise zum Überleben wichtig ist. Krisenvorsorge durch Wissen.

2. Finanzielle Krisenvorsorge. Einkommen sichern und Geld retten.

3. Nahrungsvorsorge betreiben. Langzeitnahrung besorgen, Lebensmittel krisenfest einlagern und Notrationen anlegen.

4. Sicherheit erhöhen, Durch Sicherung ihres Hauses oder Ihrer Wohnung schützen Sie sich und Ihre Vorräte vor Plünderungen, Einbrüchen und Überfällen.

5. Zugang zu Energie und technischen Hilfsmitteln für die Krise sichern. Energievorsorge für die Krise.


Krisenvorsorge Grundlagen


Allgemein gesagt, ist in einer Krise genau das Wissen gefragt, das für die Beschaffung, dem Erhalt oder die effiziente Nutzung von Ressourcen benötigt wird. Die wichtigsten Ressourcen in der Krise sind Tauschmittel, Nahrung, technische Hilfsmittel und Energie.

Aus diesen Faktoren lässt sich eine Tabelle erstellen, die eine allseitge und systemische Krisenvorbereitung ermöglicht. um zu sehen, welches Wissen zur Krisenvorsorge oder während der Krise benötigt wird.  in den jeweiligen Zellen der folgenden Tabelle sind die einzelnen Krisenvorsorgemaßnahmen verlinkt.

Krisenwissen Krisenressource
Tauschmittel
Krisenressource
Nahrung
Krisenressource
technische Hilfsmittel
Krisenressource
Energie

Beschaffung

Selbsterstellung von Tauschmitteln
Handel mit Tauschmitteln
Schwarzmarkt in der Krise
Doppeltes Einkommen
Krisensicheres Einkommen
Wissen bezahlt bekommen
Wasseraufbereitung
Selbstversorgung
Kräutergarten
Aufbereitung von Trinkwasser
Gewächshaus
Kleintierhaltung
Versorgung aus der Natur
Rechtzeitiges Besorgen nützlicher Hilfsmittel
Holz und natürliche Brennmaterialien
Solarenergie
Windkraft
Wasserkraft

Erhalt

Gold und Silber
Edelmetalle
Rohstoffe
Tresor
Edelsteine
Wechsel ausstellen
Aktien
Diebstahlsicherung
Lebensmittelvorrat
Langzeitlebensmittel
Trinkwasservorrat
Vorratshaltung
Getreidelagerung
Einkochen von Lebensmittel
Konservierung von Lebensmitteln
Krisenkeller
Reparatur von technischen Hilfsmitteln
Werkzeug und Pflegemittel
Kontinuierliche Pflege
Sicherheit in der Krise
Energiespeicherung
Energiebevorratung für die Krise
Brennstofflager
Batterie
Tanks

Effiziente Nutzung

Geld sparen
Haushaltsbuch
Sparsam Kochen
Krisenrezepte
Alles verwerten
Pflegsamer Umgang mit technischen Hilfsmitteln Energiesparend Kochen
Energiesparend Leben
Brennstellen

Übersichtstabelle zu den Grundlagen der Krisenvorsorge




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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 28. Juni 2010 um 12:39 Uhr
 

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